Erste Škoda-Oberleitungsbusse für Esslingen
Škoda Group hat am 17. Juli 2026 die ersten beiden neuen Batterie-Oberleitungsbusse für den Städtischen Verkehrsbetrieb Esslingen (SVE) vorgestellt. Sie gehören zu einem Auftrag über insgesamt 52 Fahrzeuge, mit denen Esslingen seinen öffentlichen Nahverkehr bis Ende 2026 vollständig auf elektrischen Betrieb umstellen will. Zusätzlich besteht eine Option auf neun weitere Fahrzeuge.
Bestellt wurden zehn zwölf Meter lange Solobusse des Typs Škoda 32Tr und 42 Gelenkbusse des Typs Škoda 33Tr mit einer Länge von 18 Metern. Die schrittweise Auslieferung soll bis Ende 2026 abgeschlossen werden.
Die Fahrzeuge können sowohl unter der Oberleitung als auch mithilfe ihrer Traktionsbatterien fahren. Außerhalb des rund 29 Kilometer langen Esslinger Oberleitungsnetzes beträgt ihre Reichweite bis zu 25 Kilometer. Dadurch lassen sich auch Linien und Streckenabschnitte ohne Fahrleitung elektrisch bedienen. Zudem bleiben die Busse bei Umleitungen oder Betriebsstörungen flexibel einsetzbar.
Zur Ausstattung gehören barrierefreie Einstiege, elektrische Rampen, WLAN, moderne Fahrgastinformations- und Diagnosesysteme sowie komfortable Sitze. Beim Bremsen wird Energie zurückgewonnen und in die Batterien eingespeist. Die Gelenkbusse verfügen außerdem über zwei angetriebene Achsen, was insbesondere im hügeligen Esslinger Stadtgebiet Vorteile bietet.
Mit Ökostrom der Stadtwerke Esslingen sollen die Fahrzeuge nicht nur lokal emissionsfrei, sondern auch möglichst klimafreundlich betrieben werden. Für Škoda bedeutet der Auftrag zugleich die Rückkehr auf den deutschen Oberleitungsbusmarkt. Zwischen 1955 und 1987 hatte das Unternehmen bereits 205 Oberleitungsbusse in die damalige DDR geliefert.
Text (gekürzt) und Fotos: Škoda Group


