60 Jahre Deutscher Eisenbahn-Verein e.V. (DEV) in Bruchhausen-Vilsen

Deutschlands erste Museums-Eisenbahn feiert 60. Geburtstag

Mit einer zehntägigen Festwoche begeht der Deutsche Eisenbahn-Verein (DEV) noch bis zum 2. August 2026 das 60-jährige Bestehen der Museums-Eisenbahn Bruchhausen-Vilsen. Das Jubiläumsprogramm verbindet historischen Zugbetrieb mit Ausstellungen, Vorträgen, Fototagen und einem großen Bahnhofsfest. Die Feierlichkeiten hatten am 24. Juli mit der Premiere eines Jubiläumsfilms und einer Lasershow am rekonstruierten Lokschuppen begonnen.

Zu den Höhepunkten der zweiten Festwochenhälfte gehören historischer Güterverkehr auf der Normalspur am 30. Juli und eine große Triebfahrzeugparade am 31. Juli. Am abschließenden Festwochenende, dem 1. und 2. August, verkehren die Museumszüge zwischen Bruchhausen-Vilsen und Asendorf etwa im Stundentakt. Dabei sollen fast alle betriebsfähigen Fahrzeuge des DEV sowie mehrere Gastfahrzeuge zum Einsatz kommen. Auf der Normalspur zwischen Syke und Eystrup sind außerdem eine Dampflokomotive der Baureihe 86 und die historischen beige-blauen Triebwagen des Vereins unterwegs.

Rund um den Bahnhof Bruchhausen-Vilsen wird an beiden Tagen von 10 bis 18 Uhr ein umfangreiches Rahmenprogramm geboten. Dazu gehören historische Straßenfahrzeuge, große Modellbahnanlagen, eine Mini-Bahn, Ausstellungen zur regionalen Kleinbahngeschichte und Rundfahrten mit einem historischen Neoplan-Bus. Auch an den Bahnhöfen Heiligenberg und Asendorf sind Modellbahnen, historische Landmaschinen und weitere Attraktionen zu sehen.

Hier eine kleine Auswahl mit Aufnahmen aus der Jubiläumswoche vom 25.7.2026 (der VDVA besuchte den DEV 2004 … wie doch die Zeit vergeht)

Die Geschichte des Vereins begann bereits im November 1964. Vier Eisenbahnfreunde aus Hamburg gründeten den DEV, weil sie nicht länger hinnehmen wollten, dass zahlreiche Kleinbahnstrecken stillgelegt und ihre Fahrzeuge verschrottet wurden. Ihr Ziel war es, eine vollständige Kleinbahn als lebendiges Freilichtmuseum zu bewahren. Am 2. Juli 1966 fuhr schließlich der erste Museumszug von Bruchhausen-Vilsen nach Heiligenberg – der Beginn der ersten dauerhaft betriebenen Museums-Eisenbahn Deutschlands.

Die Anfänge waren bescheiden: Zur Verfügung standen lediglich eine stark abgenutzte Dampflokomotive und ein Personenwagen; selbst die Kohle für die erste Fahrt musste von einem örtlichen Gastwirt gespendet werden. Aus diesem kleinen Anfang entwickelte sich ein bedeutendes Kleinbahn-Museum mit einer rund acht Kilometer langen Strecke nach Asendorf und einer Sammlung von rund 100 schmal- und normalspurigen Fahrzeugen. Viele davon wurden in jahrzehntelanger ehrenamtlicher Arbeit restauriert und wieder betriebsfähig gemacht.

 

 

 

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