60 Jahre Tramway Touristique de l’Aisne (BE)

Am 4.-5. Juli 2026 feierte die Vereinigung TTA den Betrieb ihrer Museumsstrecke. Auf unserer Tagung 2025 besuchten wir die TTA (mit Abstecher zur zwischenzeitlich eingemotteten Grottenbahn in Han-sur-Lesse). Hier einige Eindrücke von der Festveranstaltung. Aus Han war der Diesel-Triebwagen ART.90 zu Gast. Erstmals war Bw A.1584 im Einsatz (Details zu diesem am Ende dieser Seite). Nach den Fotos folgen Informationen zur Bahn und Strecke.

TTA-Fotostrecke vom Jubiläumswochenende 2026 (hier klicken) – öffnet eine extern gehostete pdf-Datei

Die heutige Tramway Touristique de l’Aisne, kurz TTA, befährt den letzten erhaltenen Abschnitt einer einst fast 64 Kilometer langen meterspurigen Kleinbahnverbindung durch die belgischen Ardennen. Was heute als Museumsbahn zwischen Pont d’Érezée und Lamorménil erlebt werden kann, war ursprünglich Teil einer wichtigen Verkehrsachse zwischen den Staatsbahnhöfen Melreux-Hotton und Comblain-la-Tour. Über Jahrzehnte verband die Bahn abgelegene Dörfer mit den regionalen Märkten, Arbeitsplätzen und dem belgischen Eisenbahnnetz. Seit 1966 bewahrt die TTA einen Teil dieser Strecke als lebendiges Zeugnis des einst ausgedehnten belgischen Überlandstraßenbahnnetzes.

Eine Bahn zur Erschließung der Ardennen

Am 28. Mai 1884 gründete der belgische Staat die Société Nationale des Chemins de Fer Vicinaux, kurz SNCV, auf Niederländisch Nationale Maatschappij van Buurtspoorwegen beziehungsweise NMVB. Ihre Aufgabe bestand darin, ländliche Gebiete zu erschließen, die von den Hauptbahnen nicht erreicht wurden. Personen, landwirtschaftliche Erzeugnisse, Holz, Vieh und andere Güter sollten möglichst kostengünstig zu den Bahnhöfen und regionalen Zentren transportiert werden. Auf diese Weise entstand eines der dichtesten Kleinbahnnetze der Welt, das auf seinem Höhepunkt eine Länge von mehr als 4.800 Kilometern erreichte.

Erste Überlegungen für eine Vicinalbahn durch das Gebiet von Érezée und Manhay reichen bis 1885 zurück. Die bergige Landschaft, die dünne Besiedlung und die schlechten Straßen erschwerten jedoch Planung und Finanzierung. Erst 1904 wurde die Konzession an die Compagnie des Chemins de fer Vicinaux de l’Ardenne vergeben.

Der Bau erfolgte anschließend in zahlreichen Teilabschnitten. Am 13. Juni 1908 wurde zunächst die Strecke von Hotton nach Soy eröffnet. Noch im selben Jahr folgten die Abschnitte von Soy nach Fisenne und von dort zum Pont d’Érezée. In den Jahren 1909 und 1910 erreichte die Bahn über Amonines und Forge-à-la-Plez schließlich Dochamps. Am 25. Februar 1911 wurde Manhay erreicht. Die Verbindung von Manhay über Werbomont und Ferrières nach Comblain-la-Tour war 1912 vollständig hergestellt.

Damit entstand eine zusammenhängende Verbindung von annähernd 64 Kilometern Länge. Für die gesamte Fahrt benötigten die Züge je nach Fahrplan mehrere Stunden. Ein durchgehender Zug von Comblain-la-Tour nach Melreux war im Fahrplan von 1913 etwa drei Stunden und 42 Minuten unterwegs.

Ausgangspunkt im Süden war der Bahnhof Melreux-Hotton an der Staatsbahnstrecke durch das Ourthetal. Von dort führte die meterspurige und niemals elektrifizierte Bahn über Hotton, Soy und Fisenne zum Pont d’Érezée. Anschließend folgte sie dem Tal des kleinen Ardennenflusses Aisne über Blier, Amonines und Forge-à-la-Plez. Hinter Dochamps gewann die Strecke in einer weiten Schleife erheblich an Höhe, erreichte Lamorménil und führte weiter nach Manhay. Von dort verlief die Bahn über Werbomont und Ferrières nach Comblain-la-Tour, wo erneut Anschluss an die Staatsbahn in Richtung Liège bestand.

Personenverkehr, Holz und Versorgung

Die Bahn war weit mehr als ein Verkehrsmittel für Reisende. Sie transportierte landwirtschaftliche Erzeugnisse, Vieh, Kohle und vor allem Holz aus den ausgedehnten Wäldern der Ardennen. Für viele Dörfer stellte sie lange Zeit die einzige zuverlässige Verbindung zu Märkten, Schulen, Arbeitsplätzen und Bahnhöfen dar. Entlang der Haltestellen entstanden Gasthäuser, Geschäfte und andere kleine Gewerbebetriebe.

Während des Ersten Weltkriegs spielten die belgischen Vicinalbahnen eine wichtige Rolle bei der Versorgung der Bevölkerung. Da die großen Eisenbahnstrecken weitgehend von den deutschen Besatzungsbehörden beansprucht wurden, nutzten zahlreiche Menschen die Kleinbahnen, um in ländlichen Gebieten Lebensmittel zu beschaffen.

Die Besatzer ließen allerdings den Streckenabschnitt zwischen Melreux und Harre abbauen. Schienen und anderes Material wurden für militärische Zwecke abtransportiert. Nach Kriegsende wurde die Verbindung in den Jahren 1919 bis 1921 wiederhergestellt.

Zunächst verkehrten ausschließlich dampfbespannte Züge. Ab Mitte der 1930er-Jahre setzte die SNCV zunehmend Dieseltriebwagen ein, die als Autorails bezeichnet wurden. Sie waren wirtschaftlicher als die Dampflokomotiven und eigneten sich besonders für die vergleichsweise schwach ausgelasteten Ardennenstrecken.

Während des Zweiten Weltkriegs mussten wegen Treibstoffmangels zeitweise wieder Dampflokomotiven im Personenverkehr eingesetzt werden. Mit der Einführung des bezahlten Urlaubs in Belgien im Jahr 1936 hatte zuvor auch der Ausflugsverkehr an Bedeutung gewonnen. Städter reisten mit den kleinen Zügen in die Ardennen, während sich die Haltestellen mit ihren Cafés und Gasthöfen zu beliebten Treffpunkten entwickelten.

Das schrittweise Ende des regulären Verkehrs

Nach dem Zweiten Weltkrieg veränderten sich die Verkehrsverhältnisse grundlegend. Lastwagen übernahmen immer größere Teile des Güterverkehrs, während Autobusse flexibler und kostengünstiger eingesetzt werden konnten. Gleichzeitig nahm die Zahl der privaten Automobile zu. Die vergleichsweise langsame und unterhaltungsintensive Kleinbahn verlor dadurch immer mehr Fahrgäste.

Die Einstellung des Personenverkehrs erfolgte in zwei Schritten. Am 22. März 1948 endete der Schienenpersonenverkehr zwischen Comblain-la-Tour und Manhay. Zwischen Manhay und Melreux verkehrten die Reisezüge noch bis zum 11. April 1954. Anschließend wurden auch dort die Zugverbindungen durch Autobusse ersetzt.
Der Güterverkehr blieb noch einige Jahre bestehen, verschwand jedoch ebenfalls abschnittsweise. Zwischen Comblain-la-Tour und Burnontige endete er 1955. Der Abschnitt Burnontige–Manhay folgte am 13. Oktober 1958. Am 1. Oktober 1959 wurde schließlich auch der Güterverkehr zwischen Manhay und Melreux eingestellt.

Danach begann der Abbau großer Teile der Strecke. Nur wenige Jahre später drohte auch der heute erhaltene Abschnitt zwischen Pont d’Érezée und Lamorménil vollständig zu verschwinden.

Die Rettung der Strecke

Belgische Straßenbahnfreunde erkannten frühzeitig den historischen Wert der noch vorhandenen Anlagen. Mitglieder der Association pour le Musée du Tramway, die seit 1961 das Vicinalmuseum in Schepdaal betrieb, suchten nach einer ländlichen SNCV-Strecke, auf der erhaltene Fahrzeuge nicht nur ausgestellt, sondern auch im Betrieb vorgeführt werden konnten.

Eine wichtige Rolle spielte der damalige Bürgermeister von Dochamps. Er setzte sich dafür ein, die stillgelegte Bahn touristisch zu nutzen und wenigstens einen Teil der Strecke vor dem Abbau zu bewahren.

Am 18. September 1964 wurde die Vereinigung Tramway Touristique de l’Aisne ASBL gegründet. Am 1. April 1965 überließ die SNCV dem jungen Verein das Betriebsrecht für den 11,2 Kilometer langen Abschnitt zwischen Pont d’Érezée und Lamorménil. Sämtliche Kosten für die Wiederherstellung, den Betrieb und die Unterhaltung der Anlagen musste die TTA jedoch selbst tragen.

Die Ausgangslage war schwierig. In Pont d’Érezée waren der frühere Unterstand und der Wasserturm bereits verschwunden. Entlang der Strecke gab es zunächst keine geeigneten Betriebsgebäude. Hinter Dochamps fehlten zudem rund 300 Meter Gleis.

Freiwillige schnitten die überwucherte Trasse frei, ersetzten schadhafte Schwellen und arbeiteten die Gleisanlagen auf. Zu den ersten Fahrzeugen gehörte der 1935 gebaute Dieseltriebwagen AR 133. Das zunächst nicht betriebsfähige Fahrzeug wurde in der SNCV-Werkstatt Cureghem instand gesetzt.

Der Beginn des Museumsbahnbetriebs

Am 25. Juni 1966 fanden die ersten öffentlichen Fahrten auf dem rund sechs Kilometer langen Abschnitt von Pont d’Érezée nach Forge-à-la-Plez statt. Damit begann eine neue Epoche in der Geschichte der ehemaligen SNCV-Strecke.

Die TTA war die erste Touristenbahn Belgiens und gehörte zu den frühesten ehrenamtlich betriebenen Museumsbahnen auf dem europäischen Festland. Die gelegentlich verwendete Bezeichnung als erste Touristenbahn Kontinentaleuropas ist dagegen nicht ganz zutreffend, da in Frankreich bereits zuvor entsprechende Initiativen entstanden waren.

Bereits 1967 errichtete der Verein in Blier eine viergleisige Fahrzeughalle aus heimischem Naturstein. Sie entwickelte sich zum technischen Mittelpunkt der Museumsbahn. Am Ausgangspunkt Pont d’Érezée entstand zunächst ein einfacher hölzerner Verkaufspavillon.

Gleichzeitig wuchs die Fahrzeugsammlung. Neben Dieseltriebwagen, Personenwagen und Güterwagen übernahm die TTA auch Dampflokomotiven. Am 22. Juni 1968 fanden die ersten Dampfzugfahrten statt.

Ausbau von Betrieb und Sammlung

In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich die TTA zu einem vielseitigen Museum des belgischen Kleinbahnwesens. Im Winter 1969/70 wurde zwischen Pont d’Érezée und Blier eine Lichtsignalanlage nach SNCV-Vorbild installiert.

1975 erprobte der Verein eine ungewöhnliche elektrische Zugkomposition. Zwei ehemalige Triebwagen der Straßenbahn Verviers wurden von einem zwischen ihnen eingereihten Generatorwagen mit Strom versorgt. Damit fand erstmals, wenn auch nur für kurze Zeit, ein elektrischer Straßenbahnbetrieb in der Provinz Luxemburg statt.
1978 gelangte der historische königliche Ardennen-Salonwagen A 165 zur TTA. Das Fahrzeug war einst für Reisen der belgischen Königsfamilie und anderer hochrangiger Persönlichkeiten verwendet worden.

Zum hundertjährigen Bestehen der SNCV wurde 1985 eine weitere Vicinal-Dampflokomotive betriebsfähig vorgestellt. Wegen des zunehmenden Alters der Kessel und des hohen Unterhaltungsaufwands endete der regelmäßige Dampfbetrieb jedoch 1989.
Schrittweise zurück nach Lamorménil
Der reguläre Museumsbetrieb konzentrierte sich lange auf den Abschnitt von Pont d’Érezée nach Forge-à-la-Plez. Dennoch verfolgte die TTA weiterhin das Ziel, die gesamte ihr überlassene Strecke bis Lamorménil wieder befahrbar zu machen.

1992 wurde der Abschnitt von Forge-à-la-Plez nach Dochamps aufgearbeitet. Zwei Jahre später verlegten die Mitglieder die hinter Dochamps fehlenden 300 Meter Gleis neu. Dadurch konnten Arbeitszüge wieder bis zur Brücke über die Lue gelangen.

Einen bedeutenden Fortschritt brachte 2005 die Eröffnung des neuen Bahnhofsgebäudes in Pont d’Érezée. Es vereinigt Fahrkartenschalter, Cafeteria, sanitäre Anlagen, Touristeninformation und einen Ausstellungsbereich.

2006 wurde in Dochamps ein Ausweich- und Umsetzgleis angelegt. Damit waren etwa 9,4 Kilometer Strecke wieder befahrbar. Bis Lamorménil fehlten allerdings weiterhin rund 1,8 Kilometer.

Ab 2013 wurde die zugewachsene Trasse nach Lamorménil erneut freigeschnitten. Im folgenden Jahr begann ein umfassendes, rund 872.500 Euro teures Bauvorhaben. Die Gleise zwischen Forge-à-la-Plez und Dochamps wurden erneuert, der Abschnitt Dochamps–Lamorménil vollständig rekonstruiert und die Brücke über die Lue instand gesetzt.

Unterstützt wurde das Vorhaben von europäischen und wallonischen Stellen, der Provinz Luxemburg sowie den Gemeinden Érezée und Manhay. Am 21. Juni 2015 wurde die wiederhergestellte Gesamtstrecke in Anwesenheit von Prinz Laurent und Prinzessin Claire feierlich eröffnet. Erstmals seit 1959 erreichten damit wieder reguläre Fahrgastzüge Lamorménil.

Pandemie, Hochwasser und Neubeginn

Im Jahr 2020 musste der Betrieb wegen der Covid-19-Pandemie eingestellt werden. Noch bevor ein dauerhafter Neustart möglich war, richtete das schwere Hochwasser vom Juli 2021 erhebliche Schäden im Tal der Aisne und an Teilen der Strecke an.

Gleichzeitig stellte der hohe Arbeitsaufwand die überwiegend ehrenamtlich tätige Vereinigung vor erhebliche personelle und finanzielle Schwierigkeiten. Am 6. August 2022 konnten erstmals wieder einzelne öffentliche Fahrten angeboten werden.

Im Juli 2023 wurde der regelmäßige Betrieb wieder aufgenommen. Die Gemeinden Érezée und Manhay übernahmen dabei eine stärkere Rolle bei der organisatorischen und touristischen Weiterentwicklung der Bahn.

60 Jahre Tramway Touristique de l’Aisne

Am 25. Juni 2026 jährte sich die Aufnahme des touristischen Fahrbetriebs zum 60. Mal. Gefeiert wurde das Jubiläum am 4. und 5. Juli 2026 mit Sonderfahrten historischer Triebwagen und Vicinalbusse, Ausstellungen, musikalischen Darbietungen und Veranstaltungen an mehreren Stationen der Strecke.

Sechzig Jahre nach der ersten Fahrt des AR 133 ist die TTA längst mehr als eine kleine Museumsbahn. Sie verfügt über die vollständige, 11,2 Kilometer lange Strecke von Pont d’Érezée über Blier, Amonines, Forge-à-la-Plez und Dochamps nach Lamorménil. Hinzu kommen eine umfangreiche Sammlung historischer Fahrzeuge, Werkstätten, ein Museum und moderne Einrichtungen für die Besucher.

Nach Angaben des Vereins finden jährlich mehr als 60 Betriebstage und über 100 Museumstage statt. Rund 10.000 Fahrgäste nutzen die Bahn pro Jahr.

Damit erfüllt die Tramway Touristique de l’Aisne weiterhin das Ziel ihrer Gründer. Sie bewahrt nicht nur historische Fahrzeuge, Gleise und Gebäude, sondern lässt den ländlichen belgischen Vicinalbetrieb in seiner ursprünglichen Landschaft weiterleben. Aus einer stillgelegten Kleinbahn, deren Abbau bereits begonnen hatte, wurde eines der bedeutendsten Denkmäler der belgischen Verkehrs- und Regionalgeschichte.

SNCV-Wagen A.1584 nach 20-jähriger Restaurierung zurück beim TTA

Ein außergewöhnliches Fahrzeug der belgischen Kleinbahngeschichte ist auf die Schienen zurückgekehrt: Der Personenbeiwagen SNCV A.1584 befindet sich seit Februar 2026 wieder beim Tramway Touristique de l’Aisne (TTA) in Amonines. Der 1893 von den Ateliers Bailly in Morlanwelz gebaute, meterspurige Wagen bietet 32 Sitzplätze. Seine Besonderheit ist das von dem belgischen Ingenieur François De Rechter entwickelte System radial einstellbarer Achsen, das längere und zugleich vergleichsweise leichte zweiachsige Wagen ermöglichte.

Die A.1584 war während ihrer Einsatzzeit unter anderem auf den SNCV-Strecken im Raum Wellin und Rochefort unterwegs. 1955 schied sie aus dem Betriebsbestand aus. Der Wagenkasten wurde anschließend verkauft und jahrzehntelang als Gartenhaus beziehungsweise Jagdpavillon genutzt. Anfang der 1980er-Jahre gelang dem TTA die Rettung des inzwischen stark veränderten Fahrzeugs. Die ursprünglichen Achsen waren zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht mehr vorhanden, und der Wagen blieb zunächst rund drei Jahrzehnte abgestellt.

2007 übernahm die Vereinigung Tramania die umfassende Restaurierung. Eine kleine Gruppe von meist nur drei oder vier Ehrenamtlichen zerlegte den Wagen weitgehend und arbeitete Holzverkleidungen, Fenster, Sitzbänke, Türen, Metallbeschläge und Fahrwerksteile auf. Fehlende Teile der Federung, historische Laternen und weitere Beschläge mussten nach alten Vorbildern neu angefertigt werden. Zunächst fanden die Arbeiten in Burdinne statt, bevor die A.1584 am 15. April 2011 in die Werkstatt des Verkehrsmuseums in Liège-Natalis überführt wurde. Bei diesem Umzug rollte sie erstmals seit 1955 wieder auf eigenen Achsen. Bis dahin hatte Tramania neben unzähligen Arbeitsstunden bereits rund 27.000 Euro in das Projekt investiert.

Als Restaurierungszustand wurde nicht die ursprüngliche Ausführung mit offenen Plattformen gewählt, sondern ungefähr das Erscheinungsbild der 1930er-Jahre, als die Plattformen bereits geschlossen waren. Die Außenseiten erhielten die cremefarbene SNCV-Lackierung der späteren Einsatzzeit. Im Innenraum konnten die hochwertigen Pitchpine-Holzflächen nach dem Entfernen jüngerer Farbschichten erhalten, aufgearbeitet und transparent lackiert werden. Auch die Sitzbänke, Schiebetüren und zahlreichen Messingbeschläge wurden restauriert. Ergänzt wurden eine neue Dachdeckung, originale SNCV-Dachkamine sowie historische Wappen, Wagennummern und Anschriften.

Am 23. Februar 2026 wurde die fertiggestellte A.1584 auf der Straße von Liège nach Amonines gebracht und dort wieder auf die Gleise des TTA gesetzt. Gemeinsam mit dem Triebwagen ART 69 absolvierte sie ihre ersten Bewegungen auf der Museumsbahn. Vor einem regulären Einsatz mit Fahrgästen waren noch technische Kontrollen und die erforderliche Genehmigung der wallonischen Verkehrsbehörde notwendig. Der TTA führt die A.1584 inzwischen als vollständig von Tramania restaurierten Personenwagen in seinem Fahrzeugbestand – ein bedeutender Zugewinn, der rechtzeitig zum 60-jährigen Bestehen der Museumsbahn in die Ardennen zurückkehrte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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